Pressestimmen

Über den 'Heidelberger Spekulanten-Mord'

Hubert Bär, der seine schriftstellerischen Tätigkeiten schon als 15Jähriger begann, bezeichnet sich selbst als jemanden, dem das Schreiben zu einer Besessenheit geworden ist. Obwohl er nach eigenen Angaben eine Affinität zum Kriminalistischen hat, sieht er seine Arbeiten nicht als Krimis im klassischen Sinne. In der Tat werden Morde in seinen Büchern nicht von langer Hand geplant, sondern folgen immer nur als konsequentes Ergebnis aus den Handlungen seiner Protagonisten. Bei den Verwicklungen, in denen sich die Personen wiederfinden und aus denen sie sich aus eigener Kraft nur noch durch eine Gewalttat befreien können, ließ sich Bär erkennbar von Franz Kafka inspirieren.

Wer sich auf Bärs Geschichten einlässt, wird an die Hand genommen auf einen Rundgang durch die ganze Stadt. ... Zum anderen spielen auch das aktuelle Geschehen und die Tagespolitik eine Rolle. Diese Beschreibungen sind es, die der ... Erzählung einen Hauch des Besonderen verleihen. Zhe Weber in Rhein-Neckar-Zeitung (Feuilleton), 22.3.12, S.14

__________

Die Kriminalgeschichte schält sich Stück für Stück heraus, nimmt rasant an Fahrt auf und entwickelt sich immer schneller zu überraschenden Hintergründen und atemberaubenden Zusammenhängen. Doch „Der Heidelberger Spekulanten-Mord" ist kein Krimi im engeren Sinn. Dazu ist das Buch, das sich sehr kurzweilig liest und bis zuletzt die Spannung hält, nicht ohne satirisch gewürzte Momente. Lisa Wieser in Rhein-Neckar-Zeitung (Rhein-Neckar-Kreis), 23.3.12, S. 9

__________

Nach seinen Romanen „Der Heidelberger Campus-Mord" und „Der Heidelberger Tunnel-Mord" veröffentlichte Hubert Bär ... jetzt seinen dritten Krimi-Band. Unter dem Titel „Der Heidelberger Spekulanten-Mord" geht es diesmal um einen alternden Milliardär, der auf die irrwitzige Idee kommt, das Heidelberger Schloss zu kaufen, die Ruine wieder aufzubauen und in ein Mehrgenerationenhaus umzuwandeln. PK, Pforzheimer Kurier, 28.3.12

__________

(Bärs) neuer Roman „Der Heidelberger Spekulanten-Mord" fügt sich wieder in den gewohnt leisen Ton seiner Krimis, die (fast) ohne Kommissar auskommen und trotzdem Satz für Satz an Spannung gewinnen.

...

Hubert Bär macht es spannend. Ganz nebenbei begleitet er den Leser zu Heidelbergs schönen Schauplätzen und mixt den Roman mit politischen Geschehnissen. Ein Rezept, das aufgeht und sehr schmackhaft gewürzt ist. Helga-Köbler-Stählin in Mannheimer Morgen (Kultur), 27.4.12, S. 27

__________

Dass sich das Buch sehr kurzweilig liest und bis zuletzt die Spannung hält, liegt nicht zuletzt auch an der Technik, das Geschehen aus zwei Perspektiven darzustellen, zwei Handlungsstränge aufeinander zulaufen zu lassen und dann zu verknoten.

... Hubert Bär ist literarisch zweifellos ein Ausnahmetalent: Er kann richtig gute Krimis schreiben, und richtig gut sind Krimis eben erst dann, wenn sie so spannend sind, dass man sie nicht aus der Hand legen mag, bevor die Rätsel gelöst sind. Er kann aber auch auf höchstem Niveau formulieren, recherchiert sorgfältig und verfällt nie in die in diesem Genre so häufig anzutreffenden Klischees. Bär braucht keinen Kommissar mit exotischen Macken, er braucht keine abgefahrenen Sexszenen, um die Leserschaft zu fesseln.

Hubert Bär fesselt mit Qualität. gh. GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 5-6 /2012, S. 29

___________

Bis zur Auflösung der Geschichte sind es 215 spannende Seiten. (kaz) in Rhein-Neckar-Zeitung (Region Heidelberg), 23.5.12, S. 5

___________

In dem Roman geht es auch um einen Mutter-Sohn-Konflikt, um Rache, Mord und um Spekulationen der letzten 50 Jahre. Der eher untypische Krimi spiegelt Entwicklungen in der Gesellschaft wider und kritisiert das Streben nach Geld und Macht. Agnieszka Dorn in Rhein-Neckar-Zeitung (Wiesloch-Walldorf), 30.5.12, S. 5

___________

Ein Teil der Geschichte spielt in der Wendezeit nach 1992 und zeigt auf, wie durch skrupellose Machtpolitik einerseits Existenzen vernichtet werden und andererseits ein riesiges Vermögen entsteht, das ausreicht, um das Heidelberger Schloss zu kaufen.

Hubert Bär scheut nicht davor zurück, Gesellschaftskritik zu üben ... Helmut Orpel in Wormser Zeitung (Metropolregion), 14.6.12, S 8

___________

Der Heidelberger Spekulanten-Mord“ von Hubert Bär ist schon deshalb lesenswert, weil er sich wohltuend von vielen anderen Kriminalromanen unterscheidet. ...

Kurz&Knapp: Absolut empfehlenswert. Ein intelligenter Krimi, der gekonnt Spannung mit Gesellschaftskritik verbindet. ricci auf

http://krimilandblog.wordpress.com/2012/08/23/rezension-heidelberg-krimi-der-heidelberger-spekulanten-mord-von-hubert-bar/#more-469

___________

"Der Heidelberger Spekulanten-Mord" ... Bär beschreibt darin eine kuriose Heidelberg-Geschichte. AM in meier. Das Magazin für das Rhein-Neckar-Delta. September 2012, S. 99

___________

n seinem Buch „Der HeidelbergerSpekulanten-Mord“ erwähnt er (der Autor) zwar seine Heimatstadt nicht beim Namen, beschreibt aber seine Eindrücke unmissverständlich markant, obwohl die Handlung im Raum Heidelberg spielt.
In einer Rahmenhandlung spricht der Baden-Württemberger an, was Ostdeutsche nach der Wende erlebt haben und womit sich viele bis heute nicht auseinander gesetzt haben oder es totschweigen: „Es waren mehrheitlich westdeutsche Unternehmer, die volkseigene Betriebe aufzukaufen begannen. Nur zu welchem Preis? Die meisten Investoren erwiesen sich als so gerissen, dass es ihnen nicht selten durch Bestechung
von Treuhandmitarbeitern, aber auch von Funktionären des alten Regimes und Betriebsangehörigen gelang, den Wert eines Unternehmens minimal erscheinen zu lassen.“
Die Handlung an sich ist fiktiv, aber die Umstände wahr, lässt der Autor durchblicken. „Betriebe wurden zu einem Spottgeld erworben,die Treuhand und die Betriebsleitung
machten gemeinsame Sache, Bilanzen wurden schlechtgeredet“, weiß er. In Bärs Krimi geht es um Macht, Rache, um Geld, um zwischenmenschliche Beziehungen – eine erzählende Handlung, die aufklärt, betroffen macht, anprangert, Abhängigkeiten und Manipulationen darstellt. Norbert Kleinteich in: Freies Wort (Landkreis Sonneberg), Samstag, 29. September 2012, S. 12

___________

Das Freie Wort spricht von einem Wende-Krimi. Samstag, 6. Oktober, 2012, S. 9

___________

Der Autor Hubert Bär versteht es geschickt, ... vor der Kulisse Heidelbergs ein spannendes Porträt zweifelhafter und schwer zu durchschauender Machenschaften um Geld und Macht aufzuzeigen. Ein Heidelberg-Krimi, der Spannung mit zeitgeschichtlicher Gesellschaftskritik verbindet und breit empfohlen werden kann. Sandra Winkelmann in ekz. bibliotheksservice, ID bzw. IN 2012/48.

___________

Bär wirft in seinem Buch "Der Heidelberger Spekulanten-Mord" einen bärenstarken Blick hinter die Kulissen der Macht- und Geldelite. Axel Sturm in: Ladenburger Zeitung vom 15.3.13, S. 7

___________

Der Autor Hubert Bär nimmt hier die gewissenlosen Praktiken gerissener Börsen-und Immobilienspekulanten in gelungener Weise aufs Korn. Admin in: WeststadtOnline. Ihr Stadtteilportal für die Heidelberger Weststadt (9.8.13)

___________

Über Der Heidelberger Tunnel-Mord

In Hubert Bärs neuem Krimi „Der Heidelberger Tunnel Mord“ kann der Leser nicht nur auf die Suche nach dem Mörder von Arnold Heise,  einem ausgewiesenen Tunnel-Befürworter, gehen, sondern auch Aktuelles aus der Lokalgeschichte wiederentdecken.

Wie in seinem ersten Buch „Der Heidelberger Campus-Mord“ beschreibt Hubert Bär, der seit 50 Jahren in und um Heidelberg lebt, mit spitzer Feder die gesellschaftlichen Verwicklungen hinter den Fassaden adretter Altstadthäuser. ...Ingeborg Salomon in Rhein-Neckar-Zeitung (Feuilleton), 2./3.10.10, S.15

__________

Ein Krimi mit diesem Titel könnte derzeit auch in Stuttgart spielen. Aber auch Heidelberg hat seine Probleme mit unterirdischen Bauprojekten. Der geplante Neckarufertunnel hat nicht nur Freunde, und wenn im Herbst nun klar ist, ob und wie viele Zuschüsse nun fließen, dann könnte das Thema wieder heiß diskutiert werden. ... (Der Leser bewegt sich bei der Lektüre wie in einem Labyrinth), in dem immer wieder nicht genannte Personen auftreten und miteinander sprechen. In diesen Dialogen erfährt der Leser Vertrauliches und ist immer ein Stückchen weiter als der Detektiv Carsten Mildner. Überhaupt ist der Kriminalfall nur ein Teil des eigentlichen Geschehens ...   Doris Steinbeißer am 28.9.10 in SWR4

__________

 

Der besondere Buchtipp ...

 

Der freie Tag war perfekt geplant gewesen: erst ein bisschen saunieren, zwischen den Gängen lesen und danach mit einem Weizen in der Hand endlich mal wieder ein Fußballspiel live vor Ort anschauen. Nichts war´s mit diesem Plan: Weder weitere Gänge noch Fußball live, ein Buch hatte mich so in seinen Bann gezogen, dass ich es erst nach der letzten Seite beiseite legen konnte.

 

 

„Heidelberg 21“ in Ahnlehnung an die aktuellen Konflikte in Stuttgart könnte Hubert Bärs neuer Kriminalroman „Der Heidelberger Tunnel-Mord“ durchaus auch heißen, ... Das macht eben einen richtig guten Autor aus: nicht den aktuellen Themen hinterher schreiben, sondern das Gespür besitzen, auf möglicherweise kommende Konfliktkonstellationen literarisch einzugehen. Wie in der Stuttgarter Realität geht es in Bärs Heidelberger Fiktion (mit durchaus realen Hintergründen) um ein überdimensioniertes Bauprojekt im Stadtzentrum voller finanzieller sowie ökologischer Risiken und die damit verbundenen Ränkespiele zwischen diversen Beteiligten. ... Das Bauprojekt und die damit verbundene Macht- und Profitgier sind zwar wesentliche Bestandteile der Handlung, aber es geht auch immer wieder um fundamental Menschliches: Liebe, Eifer- und Geltungssucht, Neid, Hass, Egoismus und vieles mehr. Die Handlung ist perfekt konstruiert, denn es wird die notwendige Verwirrung durch verschiedene Perspektiven und Handlungsorte gestiftet, ohne am Schluss das Gewirr seitenlang auflösen zu müssen. Auf Bärs überragende sprachliche Kompetenz an dieser Stelle hinzuweisen, hieße, Eulen nach Friesenheim zu tragen: Stilistisch findet der Autor das exakt richtige Maß an beeindruckenden Schilderungen von Menschen, Situationen und Orten, ohne damit den Fortgang der Handlung zu sehr zu bremsen. Ganz wichtig schließlich: Jetzt gibt es mit dem frisch gebackenen Privatdetektiv Mildner auch einen Protagonisten (ohne klischeehafte Macken wie in anderen Krimis), der sicher noch weitere Fälle lösen wird. Das deutet Hubert Bär mit seinem Schlusssatz an: „Da kam ein fremder Mann auf ihn zu und setzte sich an seinen Tisch.“ Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Fall. Günter Helfrich in GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 12 / 2010, S. 33

____________

 

Ein spannender Kriminalroman, sprachlich ausgefeilt und routiniert geschrieben.
Lesen!
Adolf Kluth in Alle meine Bücher.

 

_____________

 

Um Politik und ihre schmutzigen Hände geht es auch in Hubert Bärs Krimi „Der Heidelberger Tunnel-Mord“. Die kriminelle Phantasie des früheren Lehrers ... rankt sich um die Bauplanungen des Neckarufertunnels an seinem Wohnort Heidelberg. Gemeinderat und Einwohner sind in entschiedene Gegner und Befürworter gespalten, und unter mysteriösen Umständen kommt ein städtischer Beamter ums Leben. Literarisch ist Hubert Bärs Krimi von den hier vorgestellten der ambitionierteste. Gleich im ersten Kapitel ergeht sich der Autor in Beschreibungen des Heidelberger Marktplatzes. Wie einen Blitz aus heiterem Himmel lässt er in dessen ruhige, beschauliche Atmosphäre den Tod des Amtsleiters in einem Straßencafé hineinfahren. Ein Privatdetektiv ist Zeuge, er kommt einem Komplott auf die Spur. Hans-Ulrich Fechler in Die Rheinpfalz (Kultur Regional),17.3.11

 

___________

 

Der letzte Satz im Buch macht stutzig. Ist der Fall für den Detektiven doch noch nicht abgeschlossen? Droht Gefahr? Oder ist der Fremde, der sich in einem Café zu ihm an den Tisch setzt, nur irgendein Gast? kaz in Rhein-Neckar-Zeitung (Region Heidelberg), 29.4., S. 5

_________

Über Der Heidelberger Campus-Mord

Hart ging er (Hubert Bär) mit der wissenschaftlichen Elite der Universitätsstadt Heidelberg ins Gericht. Affären, Intrigen, Eifersuchts- und Ränkespiele sowie erotische Seitensprünge entlarven Professoren und Doktoranden als Menschen, die vor nichts zurückschrecken... Es gibt keinen charismatischen Ermittler, keine Verhöre, und den gerne bemühten Sieg des Guten über das Böse spart der Autor bewusst aus. Sturm in Rhein-Neckar-Zeitung 3. Februar 2010, S. 6

 

Dabei kann aber auch eine Handlung, in der der Mörder dem Leser von Anbeginn seine Identität offenbart, bis zum Schlusskapitel spannend sein. Wie packend ein durch und durch perfides Ränkespiel um Gier, Macht und Reputation sein kann, zeigt Hubert Bär dem Leser in seinem Roman "Der Heidelberger Campus-Mord".

Das Morden spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Hier irrt der Leser an der Hand eines wissenschaftlichen Mitarbeiters durch die altehrwürdigen Gänge der Universität: Jochen Pfeifer, eine verkrachte Existenz, steht am Ende seiner Karriere. Seine Doktorarbeit ist in weite Ferne gerückt, Frau und Kind haben sich von ihm abgewandt. Am Seminar ist der verbummelte Mitarbeiter die letzte Wahl und soll seinen Job verlieren, da die Universität bei der Bewerbung zur Elitehochschule durchgerasselt ist. Kopf- und planlos begeht er einen Mord und findet erst nach und nach heraus, wie sinnvoll diese Tat eigentlich war. Rebecca Botsch in Mannheimer Morgen
23. Januar 2010

 

 

 

Hubert Bärs Krimi ist kein Krimi mit Kriminalinspektor und hebt sich auch ansonsten wohltuend von den üblichen Vertretern dieses Genres ab. Indes auch in seinem Buch geht es um Mord... (nah) in Rhein-Neckar-Zeitung (Rund um Heidelberg/ Beilage: Blick in die Region), 15.10. 09, S.2

 

 

Da steht kein Verbrechen am Anfang, das von einem Spezialagenten aufgeklärt werden muss. Nein, es wird hier weniger aus detektivischer Sicht berichtet, sondern der (scheinbare) Täter kommt zu Wort und muss erst einmal sich selbst wiederfinden. Sabrina Ehret in Rhein-Neckar-Zeitung (Feuilleton), 26./27.9. 09, S.14

 

 

 

Für sein aktuelles Buch „Der Heidelberger Campus-Mord“ hat er sich mit dem Elite-Begriff befasst und mit der These, Schiller könne von seinem Dichterkollegen Goethe ermordet worden sein. Beide Themenkomplexe fügte Hubert Bär für sein Buch dann zu einer doppelten Konkurrenzgeschichte zusammen, die kein typischer Krimi ist und ohne einen schrulligen Ermittler auskommt. Nicole Hess in Die Rheinpfalz (Kultur Regional), 24.7. 09, S.3

 

 

Wie schon in seinen vorherigen Arbeiten besticht Hubert Bär durch eine meisterhafte Formulierungskunst, die jede Passage seines Romans durchdringt. Wie schön für ihn und seine aufwendige Arbeit, dass er mit Wellhöfer einen seriösen Verlag gefunden hat, der sorgfältig lektoriert und sich so wohltuend von anderen kleinen Verlagen abhebt.

Wer beim „Heidelberger Campus-Mord“ einen konventionellen Krimi erwartet, liegt  daneben. Das Genre ist für Hubert Bär nur Mittel zum Zweck. Natürlich wird Spannung aufgebaut und will man wissen, wer denn nun die gleichermaßen attraktive wie auf den eigenen Vorteil bedachte Germanistikstudentin Silke Brehme ermordet hat. Etwa der Protagonist Pfeifer, wissenschaftlicher Angestellter am Germanistischen Seminar, aus dessen Perspektive die Handlung erzählt wird? An dieser traurigen Gestalt, die in vielerlei Hinsicht in der Sackgasse gelandet ist, wird Bärs eigentliche Intention über den reinen Krimi-Plot hinaus deutlich: Der Autor geißelt in beißender Satire das Milieu der Literaturwissenschaftler im romantischen Heidelberg. Günter Helfrich in: GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 7-8, 09, S. 25

 

... Das Elitäre ist ihm (Hubert Bär) verdächtig. Seine Campus-Morde tragen sich in einem satirisch zugespitzten Milieu der Geisteswisenschatler zu. Es ist ein sprachlich ausgefeiltes Stück Kriminalliteratur, das dem geneigten Leser sogar noch mit literaturwissenschaftlichem Stoff versorgt. Akribisch dröselt er  die immer wieder kolportierte Story von der möglichen Ermordung Schillers durch Goethe auf.

Kirsten Baumbusch in: Rhein-Neckar-Zeitung / Nr. 142, 24. Juni 2009, S. 11

 

... Mit diesem sprachlich ausgereiften Krimi öffnet uns der Autor Hubert Bär die Augen, wie es in der wissenschaftlichen Elite möglicherweise auch zugeht. Affären, Intrigen und Ränkespiele entlarven vor allem die Herren Professoren und Doktoren als Menschen, die um des eigenen Fortkommens willen vor nichts zurückschrecken. Nicht nur des Themas wegen und des Umfelds kann man den ›Heidelberger Campus-Mord‹ schon als literarischen Krimi bezeichnen. Er hebt sich sowohl sprachlich als auch konzeptionell von anderen Lokalkrimis ab. Die Erzählperspektive liefert diesmal kein Detektiv oder Hauptkommissar auf Verbrecherjagd, sondern der zunächst verdächtigte Wissenschaftler Jochen Pfeifer. Lobend zu erwähnen ist auch Hubert Bärs Spiel mit Realität und Phantasie, das es dem Leser nicht leicht macht, dem wahren Verbrechen auf die Spur zu kommen.

Jana Stahl  am Sonntag, 14. Juni 09, 20 Uhr in ‚Frisch gepresst’. Eine Sendung des Campus-Senders radioaktiv

 

Mord mit Happy-End 

 
Schon die erste Seite, auf der das Aufwachen eines Menschen aus tiefer Bewusstlosigkeit geschildert wird, und das veristisch, also so quälend langsam, wie sich die Sinneseindrücke allmählich wieder einstellen und klären, schon diese erste Seite, bekanntlich immer die vorangetragene Standarte eines Buches, zeigt, was der
Autor nicht bieten will: den üblichen Krimischinken.


Hubert Bär arbeitet – zumindest scheinbar – nach dieser Rezeptur. Es geht um
Querelen und Karrierehoffnungen innerhalb der Universität Heidelberg, dargestellt an den Schwierigkeiten des wissenschaftlichen Assistenten und Doktoranden Jochen Pfeifer. Hinter den persönlichen Problemen stehen die Enttäuschung der Uni, dass sie nicht den Elitestatus bekommen hat, und der Frust der Stadtväter, dass die Heidelberger Altstadt nicht zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Aber die Art, in der Bär die Anweisungen dieses Krimi-Rezepts abarbeitet, ist ungewöhnlich und nachdenkenswert. Hier schreibt einer, dem es nicht genügt, mit den Hunderten von Krimischreibern in unserem Land das große Klagelied zu singen, man werde von den Literaturkritikern und der Presse nicht so stark beachtet, wie man es verdient habe. Dabei biete man dem Publikum doch so viel an Vergnügen. Hier haben wir es mit einem Autor zu tun, der offensichtlich mehr bieten will als spannende Unterhaltung, indem er den Krimi als ein Stück Literatur präsentiert, also ganz anders. Dazu gehört auch, dass es im Hintergrund um eine literaturwissenschaftliche Theorie geht, nämlich um die mögliche Ermordung Schillers durch Goethe. Im Übrigen ist das ein informativer und mitfühlender Blick auf den Betrieb im literaturwissenschaftlichen Institut einer Universität mit den Existenznöten hochqualifizierter Menschen, die viel zu lange ohne feste Stelle von den Launen der Lehrstuhlinhaber und von Forschungsaufträgen abhängig sind.

Die Andersartigkeit dieses Krimis fängt schon damit an, dass er nicht mit einem Mord anfängt. Der Brückenkopf zu einem durchgehenden Spannungsbogen wird erst auf Seite 30 gesetzt. Und mit der ersten Schilderung eines Mordes nimmt der Autor seine Leser auf den Arm. Man findet auch nirgends die absichtsvoll burschikose Sprache der Krimiautoren. Der Sprachduktus ist anspruchsvoll, gelegentlich direkt dichterisch. Es geht auch nicht um die tollste neue Variante in der Ausführung eines Verbrechens, sondern um Altbekanntes.

Zudem wird die Tat, um die es zu gehen scheint, nicht direkt geschildert, sondern als Geständnis oder Phantasie oder Erinnerung oder Wunschdenken – was wirklich, bleibt offen – von der Hauptperson auf der Ledercouch seinem Psychotherapeuten erzählt. Sprachlich geschickt gemacht: Es bleibt alles im Bereich des Möglichen. Es steht auch kein komischer oder schrulliger Ermittler im Mittelpunkt, gerade dass einmal ein Kripobeamter bei dem Uni-Assistenten vorbeischaut und seinen Wagen mitnimmt. Das Ergebnis der Untersuchung des Wagens kommt irgendwann in einem Nebensatz. Schließlich bringt das Buch die Aufklärung des Falles nicht in dem üblichen Verhör, dem triumphalen Sieg des Guten über das Böse, des überlegenen Ermittlers über den nur vermeintlich so schlauen Täter, sondern bloß versehentlich, und zwar in einem wissenschaftlichen Gespräch mit der sich daran anschließenden Überlegung des Protagonisten, was ihm jetzt Schlimmes widerfahren werde. Zuletzt sei noch erwähnt, dass das Buch auch sein Happy-End hat, allerdings ein anderes als von den Hauptfiguren angestrebt. Insgesamt also ein wohltuend anderer Krimi, ein ernstzunehmender.

Walter Laufenberg in: www.netzine.de vom 24.5.09

 

Früherer Pforzheimer und „Campus-Mord“

...

Hubert Bär, der seine Jugend in Pforzheim verbrachte und auf dem Kepler-Gymnasium das Abitur ablegte, wirft einen Blick hinter die saubere Fassade Heidelberger Eliten. Nicht nur Freunde des Regionalkolorits kommen hier auf ihre Kosten. Auch wer wissen möchte, was dran ist an Spekulationen um eine mögliche Ermordung Schillers, erfährt in diesem Buch interessante Neuigkeiten.

PK in: Pforzheimer Kurier vom 12. Mai 2009

 

Mörderisch statt elitär

Hubert Bär schrieb Uni-Krimi

Wir befinden uns im Heidelberg des Jahres 2007, genauer gesagt: auf dem Campus. Die Universität kämpft um den Elite-Status, und dazu ist einigen Vertretern der Professorenschaftaft jedes Mittel recht. Gilt es doch, mühsam erworbene Pfründe zu sichern und die eigenen Schäfchen, pardon: Assistenten und Doktoranden, ins Trockene zu bringen. In seinem neuen Krimi ,,Der Heidelberger Campus-Mord" beschreibt Hubert Bär die unsauberen Machenschaften gut dotierter Honoratioren, denn unter dem Deckmäntelchen gemeinsamer Forschung und hehrer Visionen brodelt eine gefährliche Mischung aus Ehrgeiz, Intrigen und Abstiegsängsten. Plötzlich ist eine Studentin verschwunden und auf dem Campus liegt eine Leiche.

Hubert Bär weiß, wovon er schreibt. Der 1942 geborene Autor lebt seit 1962 in und um Heidelberg, wo er Germanistik und Romanistik studiert und promoviert hat. Bärs Hauptfigur Jochen Pfeifer ist denn auch wissenschaftlicher Angestellter am Literaturwissenschaftlichen Institut und schreibt bei Professor Kögel seine Doktorarbeit. Dabei ist er ebenso erfolglos wie in seiner Ehe mit Frauke. Gerade hat Pfeifer Frau und Kind verlassen, doch zu einem erotischen Abenteuer mit der attraktiven Studentin Silke fehlt ihm ebenso der Mut wie zu einer Auseinandersetzung mit seinen intriganten Kollegen.

 

Mit spitzer Feder nimmt Hubert Bär das universitäre Leben aufs Korn. Da benehmen sich Professoren wie Duodezfürsten, die in der Mensa die neuesten Personalien diskutieren und sich gegenseitig nicht die Butter auf den Partyhäppchen gönnen. Die Handlung ist angereichert mit üppigem Lokalkolorit, Heiligenberg und Schlossbeleuchtung fehlen ebenso wenig wie Verkehrsschikanen, Brentano-Preis und Poetik-Dozentur. So ist ,,Der Heidelberger Campus-Mord" ein spannendes Lesevergnügen für Lokalpatrioten, Elite-Skeptiker und Krimifans.

Ingeborg Salomon in: Rhein-Neckar-Zeitung / Nr. 91, 21. April 2009

 

 

»Heidelberg will Spitze sein.  Die Stadt will Weltkulturerbe werden, die Universität Eliteuniversität. Letzteres hat am Ende des Romans auch wie in der Realität geklappt. Bis dahin geht es in Hubert Bärs Krimi aber erst einmal höchst kriminell zu. Da wird mit ganz harten Bandagen gekämpft und die vermeintlich gemeinsamen Visionen sind nur ein Deckmäntelchen. Jeder kämpft für sich, für die eigene Anerkennung, die Karriere ... Die akademische Fassade bröckelt. Hubert Bär ... wirft einmal einen ganz anderen Blick auf das Universitätsleben. Spannend und mit spitzer Feder geschrieben: Der Heidelberger Campus-Mord... Spannende(r) Krimi(s) mit viel Lokalkolorit.«   Doris Steinbeisser am 8.4.09 in SWR4

 

Hubert Bär belebt den Campus-Krimi neu

»Inzwischen hat, so hört man, die Verkettung von Effizienzanalysen, Exzellenzinitiativen und Existenzängsten das hiesige Hochschulklima derart heruntergekühlt, dass Lehrende, Forschende und Studierende sich nur noch zielstrebig ihrem Fortkommen widmen und für Aus- und Abschweifungen, wie der widerborstige Anglist Schwanitz (in »Der Campus« und »Der Zirkel«) sie schilderte, weder Zeit noch Mumm übrig haben. Kein Wunder, dass das ehrwürdige amerikanisch-britische Genre des Campus-Romans bei uns keine Blüten mehr treibt.« Das schrieb vergangenen September die ehemaliger FAZ-Literaturkritikerin Kristina Maidt-Zinke in der Süddeutschen Zeitung. Was das Klima an den Hochschulen betrifft, mag sie recht haben. Ihre Einschätzung in Sachen Campus-Roman wird sie revidieren müssen.

Eben jenes Klima, das Frau Maidt-Zinke beschreibt, der Mythos von der Leistungsgesellschaft und ihren Eliten an den Hochschulen so wie der Rechtfertigungsdruck der Geistes- gegenüber den Naturwissenschaften, sind Thema von Hubert Bärs Kriminalroman »Der Heidelberger Campus-Mord«. Die Handlung spielt im Jahre 2007 in Heidelberg, zu einer Zeit, als die Universität und die kommunale Öffentlichkeit zu verkraften hatten, dass ein Antrag der Universität auf Anerkennung des bereits sicher geglaubten Elitestatus abgelehnt wurde.

Jochen Pfeifer, wissenschaftlicher Angestellter am Literaturwissenschaftlichen Institut, erwacht eines Morgens aus einer schweren Benommenheit. Mühsam versucht er sein Erinnerungsvermögen auf Trab zu bringen. Dabei findet er heraus, dass am Vorabend eine kleine Gesellschaft bei seinem Vorgesetzten, Professor Kögel stattfand, bei dem die Studentin, Silke Brehme den Professor mächtig umgarnte. Pfeifer, der mit seinem Vorgesetzten gerne über eine Verlängerung seines Anstellungsvertrages gesprochen hätte, kam überhaupt nicht zum Zuge.
Er erinnert sich, dass er früh als einer der ersten Gäste gegangen ist, weil er die Situation unerträglich fand. Unerträglich fand er, dass sich alle Studentinnen und Studenten um seinen Konkurrenten Dr. Klaus Adam, einem Goetheforscher, scharten, wobei einige sich selbst bereits als sehr professoral zu geben suchten, in der Haltung und in der Attitüde des Redens.
In den nächsten Tagen stellt sich heraus, dass Silke Brehme verschwunden ist. Vieles deutet darauf hin, dass sie einem Verbrechen zum Opfer fiel. Auch Pfeifer gerät in Verdacht, zumal ihn jemand angeschwärzt zu haben scheint. Seine Wohnung und sein Auto werden auf Spuren hin untersucht – ohne Ergebnis.
Auf der fiktional-realen Ebene des Romans passieren zwei Morde. Weitere Morde geschehen in Träumen; und auch in Erzählungen des Protagonisten, mit denen er seinen Psychotherapeuten unterhält, wobei dem Leser zumindest anfänglich nicht klar ist, ob es sich dabei nicht um indirekte Geständnisse handelt oder ob er dabei nur fabuliert, um ein Faible seines Therapeuten für spannende Kriminalgeschichten zu befriedigen.

Bärs Buch ist zwar in der Reihe »Kurpfalz Krimi« erschienen, dennoch ist es ein klassischer Vetreter des Campus-Krimis. Die Gattung gilt als Forum der Autoritäten- und Institutionenkritik und Vehikel der Auseinandersetzung um Bildungspolitik in satirischer Form, oft mit selbstironischen Akzenten. Ein besonderes Augenmerk gilt dem intertextuellen Spiel mit den Methoden der modernen Literaturwissenschaft; so wollen an Bärs Literaturwissenschaftlichem Institut sich gleich drei Personen – passend zu Schillers 250. Geburtstag 2009 - mit neuesten Erkenntnissen zum Verhältnis von Goethe zu Schiller profilieren. Eine willkomene Gelegenheit für den Autor, spitze Pfeile voller Ironie in Richtung Palais Boiserée, dem Sitz der Heidelberger Germanistik, abzuschiessen.

»Der Heidelberger Campus-Mord« steht in der Tradition von Dorothy Sayers Gaudy Night, The Groves of Academe von Mary McCarthy, den Büchern von Dietrich Schwanitz und Thea Dorns Berliner Aufklärung und kann als gelungene Wiederbelebung des Genres Campus-Krimi bezeichnet werden. Werner Traschütz auf www.Lesezeichen.Szylla.net 11. April 2009

______

Über Der Drachen. In: Mörderische Kurpfalz. Wellhöfer Verlag. Mannheim, 2008, S. 92 ff.

Im Kurpfalz-Band ist auch eine Kurzgeschichte unseres langjährigen Autors und BBS-Kollegen Dr. Hubert Bär zu finden: „Der Drachen“ ist die spannende, raffiniert konstruierte und eloquent formulierte Story betitelt. Ein Drachen stürzt ab, und dass das für die Protagonistin nichts Angenehmes bedeutet, lässt sich erahnen. Günter Helfrich in GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 12/08

______

Über Es liegt vielleicht an Heidelberg

Vielleicht liegt es an Heidelberg, dass sich Hubert Bärs Protagonist in seinem Leben treiben lässt und sich ihm nicht stellt? 28 Jahre alt, mit mittelmäßigem Abschluss und arbeitslos, hat der Jurist Michael nichts Besseres zu tun, ais seine Zeit mit Fernsehen und Computerspielen zu vertrödeln - bis er in seinem Briefkasten einen handgeschriebenen Brief von einem Fremden findet. Von Neugier getrieben macht er sich auf zum Hauptbahnhof, wo - wie der Brief verheißt - in einem Schließfach eine Menge Geld für ihn bereitliegt...

Besagter Michael kommt sich jedenfalls bald verfolgt vor. Bär versteht es, die von Computerspielen geprägte Perspektive seines Protagonisten authentisch darzustellen. Eingebettet in die jüngere Geschichte Heidelbergs schildert der Autor, wie Michael sich auf ein gefährliches Abenteuer einlässt und auf der Suche nach dem Unbekannten den Weg vom Bildschirm zu seiner Identität und in die Wirklichkeit findet. Nadja Brislinger  in Rhein-Neckar-Zeitung  vom 28.11.07

 

Schon sehr mysteriös, wenn ein junger arbeitsloser Akademiker in seinem Briefkasten ein Schreiben findet, das ihn zu einem Schließfach führt, in dem 500 000 Mark auf ihn warten... Mike Bartel in Pforzheimer Kurier vom 3.4.07

Der Titel ... seines etwa 250 Seiten dicken Krimis verweist direkt auf eine zentrale Thematik in Bärs Leben bzw. literarischem Schaffen: den Mythos Heidelberg; bei seiner Generation ... genauer gesagt: den Mythos Studentenbewegung, in der die romantische Universitätsstadt am Neckar eine zentrale Rolle spielte. Auch die Themen Literaturszene und Schule, die anhand zweier Hauptfiguren auftauchen, verweisen auf biografische Bezüge...

Während die Geschichte mehr als über die Hälfte des Buches sehr gemächlich voranschreitet, wird es gegen Schluss dann doch richtig heftig: Selbstmord und Mord, schwule sexuelle Gewalt und mafiöse Verstrickungen tauchen auf bzw. werden zumindest angedeutet; alles aber sehr dezent, denn eine reißerische Schreibe ist nicht das Ding des Schriftstellers Hubert Bär, der auf höchstem literarischem Niveau formuliert. Dabei gelingen ihm wunderbare Passagen, wenn er z.B. die Macken seiner Ex-Freundin bei Restaurantbesuchen beschreibt oder die Chance reflektiert, die radikale Brüche im Leben bieten, seien sie noch so negativ.

Bär hat ein Buch vorgelegt, dessen Lektüre nur wärmstens empfohlen werden kann... Günter Helfrich in GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 5/07

Die Spurensuche führt den Protagonisten auch nach Mannheim zu den eigenen Eltern und außerdem weit hinein in deren linke Vergangenheit in der Studentenbewegung der 60er und 70er Jahre. Hubert Bär lässt viele anschauliche Schilderungen, etwa der Heidelberger Altstadt, in seinen Roman einfließen. Aber auch die legendäre McNamara-Demonstration in Heidelberg wird noch einmal lebendig... Freunde des Lokalkolorits kommen hier auf ihre Kosten. Birgitt Scheuermann in Mannheimer Morgen vom 20.04.07

›Es liegt vielleicht an Heidelberg‹ ist zwar kein autobiographischer Roman. Vieles ist fiktiv Aber dennoch sind Erfahrungen aus Hubert Bärs Leben in ihn eingeflossen. Dass das Buch ein spannender Kriminalroman geworden ist, stellt zwar einen gewissen Bruch in der Reihe seiner Veröffentlichungen dar. Aber dennoch sind viele Themen, die auch schon in früheren Büchern angeklungen sind, wieder aufgenommen....

Nebenbei schneidet der Roman aktuelle Fragen an wie den Zusammenhang zwischen Computerspielen und Gewaltbereitschaft. Im Mittelpunkt jedoch steht für Hubert Bär der Lebensbruch, den das Gefühl begleitet, ein anderer geworden zu sein... Hans-Ulrich Fechler in Die Rheinpfalz vom 14.04.07..

... Bär seziert im Gewand eines Regionalkrimis ein Segment der Heidelberger Linken, in dem Politik und Beruf, Familie und künstlerische Existenz unter einen Hut gebracht werden mussten. Er beschreibt ein Milieue, in dem letztlich alle zwangsläufig an der Realität und vor allem an ihren eigenen Ansprüchen scheitern.

... Das tödliche Perpetuum Mobile, das (ein) Zettel in (einem) Briefkasten in Gang gesetzt hat, ist nicht mehr zu stoppen. Vielleicht liegt es an Heidelberg, vielleicht ist es der Wind, der durchs Neckartal bläst und es in Bewegung hält. Mit Sicherheit ist es das Geschick des Autors, wenn Sie das Buch in einem Rutsch durchlesen und am Ende nach zweihundertfünfzig Seiten merken, Sie könnten wieder von vorne anfangen.

Das Buch ist nicht nur flüssig geschrieben und stimmig in der Handlung, sondern auch sorgfältig lektoriert ... nicht selbstverständlich bei einem Krimi.« Werner Traschütz in www.lesezeichen.szylla.net

______

 

Über Seitenstiche

Es geht darum, Absonderlichkeiten des Lebens in einer durchdigitalisierten Welt aufzuspießen, von ironisch bis sarkastisch. Jörg Tröger in Literatur im Land. SWR 2, 16.12.06

Hubert Bär betrachtet, teils lyrisch, teils in Prosa, den Alltag aus dem Blickwinkel des Satirikers. Seine ›Seitenstiche‹ ... sind bissig pointiert, aber im Ganzen freundlich. Heike Marx in Die Rheinpfalz 02.02.06

...(Bärs) Talent aber ist am eigenen Leibe erfahrbar, wenn sich durch die köstlich sarkastische Lektüre der in ›Seitenstiche‹ zusammengestellten kurzen Geschichten und Gedichte beim Leser ein eben solcher Schmerz in der Rippengegend einstellt vor plötzlichem Auflachen. Bär bedient die menschliche, oft sehr zynische Fantasie. Triviale Alltagssituationen nehmen einen Verlauf, der eindeutig vom Teufelchen, nicht vom Engelchen auf den Schultern eingeflüstert wurde. Magdalena Tonner in Rhein-Neckar-Zeitung vom 27.12.05

Bär nimmt die Internet-Manieren computerversessener Zeitgenossen ... ebenso gekonnt aufs Korn wie die Börsensprache oder Ich-AGs. Vieles, was in dem kleien Bändchen steht, entspringt der gelassenen Heiterkeit eines amüsierten Beobachters. Der kann aber auch mal böse werden. ... humorvoll, ironisch und amüsant. Mike Bartel in Pforzheimer Kurier vom 16.12.05

______

Über Kopfmorde

Der Autor lässt die Verbrechen im Kopf seiner Protagonisten geschehen, der Leser spielt das spiel mit den Motiven mit. es sind zynische, böse Geschichten, psychologisch und in einer knappen, witzigen Sprache aufbereitet. Nicole Hess in Die Rheinpfalz vom 5.9.2000

Man lernt eine Art hervorragend »organisierter« Verfolgergeschichten kennen, die allesamt - trotz ihrer endlichen und »geordneten« Lösungen - versuchen, einen gewissen hintergründigen Humor durchscheinen zu lassen.  ›Sonderbare Kriminalgeschichten‹ untertitelt Hubert Bär seine Stories und erzählt mit wenigen Gesten
das Psycho-Bild hoffnungsloser menschlicher Leere.
Auch in ,›Die Stimme‹ erlebt man dieses sinnlich-prägnante Verfolgtsein mit äußerst kühlen Spannungsbögen, ... Materielle Lüste steigern sich zu wahren Orgien mit Versatzstücken aus der Werbung (›Der Auftrag‹). Hans D. Eßlinger in Rhein-Neckar-Zeitung vom 16.6.2000

Aber es ist kein Krimi im herkömmlichen Sinn, obwohl die akribische Detailschilderung des Umfeldes geradezu wie der Einstieg zu einem kurz bevorstehenden Verbrechen wirkt. Die motivisch durchdachten ›Kopfmorde‹ werden nicht zur Anleitung für Kriminelle. Bärs Personen sind namenlos. ›Er hatte das Gefühl‹, beginnen da-
her die Beobachtungen des Mannes im Kaufhaus, auf der Straße. Er entdeckt plötzlich, dass etwas Seltsames mit ihm geschieht. Wie ein neues Organ nach Art eines sechs ten Sinnes entwickelt sich zwischen seine Schultern ein fünf Mark großer Fleck, der auf darauf gerichtete Blicke mit unterschiedlicher Wärme reagiert. So im Linienbus, als er unvermittelt ein Brennen im Nacken spürt, hervorgerufen von der Frau, die ihn mustert. Traudl Stocker in: Heilbronner Stimme vom 14.7.2000  

Wahrlich ,›sonderbare Kriminalgeschichten‹ hat der Autor Hubert Bär in seinem zweiten Prosaband vorgelegt. Das Sonderbare bei all diesen neun Kurzkrimis: Sie fordern den Leser weitaus mehr, als dies normalerweise der Fall ist. Das gängige Schema: Leiche - Inspektor - Rätselraten um Verdächtige - Fall gelöst: es wird hierbei gänzlich über den Haufen geworfen. Schon der Titel verrät ansatzweise, worauf sich der Leser einläßt, nämlich auf ›Kopfmorde‹ und immer wieder stellt man sich am Ende einer Geschichte die Frage, ob da nun tatsächlich ein Verbrechen begangen wurde, oder ob der (vermeintliche) Täter sich all das nur vorgestellt hat und der Autor den Leser damit foppen will. Die Geschichten sind damit weniger Fälle für einen Kriminalkommissar, als vielmehr Stories für (mit)denkende Köpfe. Eine ungewöhnliche Art, Krimis zu schreiben, aber für Leute, die diesem Genre normalerweise abhold sind, die richtige und spannende Lektüre. Natürlich auch für alle Krimifans.  ain  in Müllers Unterhaltungsmagazin für Speyer und die Vorderpfalz. Ausgabe 4 / 96  

Dabei handele es sich weder um Kriminalgeschichten »herkömmlicher Prägung«, noch um psychologische Studien. Vielmehr gehe es ihm um »ein Spiel mit Motiven, aus dem sich wie von selbst Geschichten entwickeln«. Manchmal gruselig, manchmal makaber und nicht immer sofort zu durchschauen, erstaunt er sein
Publikum mit ideenreichen Handlungen, unvorhersehbaren Wendungen und hin und wieder auch mit einem tiefschwarzen Humor. »Gelegentlich muß sich der Leserauch fragen, ob sein Verständnis von der Geschichte begründet ist.« Ein hoher Anspruch für die Leser. hbg in: Mannheimer Morgen vom 12.8.96 

Sonderbar an Hubert Bärs knappen Geschichten ist, daß sie in einer Weise erzählt sind, als passierten sie wirklich und seien zugleich nur gedacht, Kopfmorde eben. Heike Marx in Die Rheinpfalz vom 8.7.96

Denn nicht immer gönnt der Autor seinem Leser am Ende das beruhigende Gefühl, der Fall sei geklärt. Hubert Bär jedenfalls... tut es nicht. Man weiß nicht einmal, ob seine Kriminalfälle tatsächlich Kriminalfälle sind. Bärs ›Kopfmorde‹, skurrile Geschichten zwischen Realität und Wahn, führen ihre Protagonisten m Grenzbereiche. In ›Die Stimme‹ etwa gelangt der Ich-Erzähler immer mehr zu der Gewißheit, daß höhere Mächte ihm die Verfolgung einer bestimmten Frau befehlen, bis sich schließlich in einer überraschenden Pointe der vermeintliche Verfolger als Verfolgter entpuppt. Elke Bohl in Rhein-Neckar-Zeitung vom 24.6.96

Hubert Bär ... legt neun ›sonderbare Kriminalgeschichte‹ vor, handlich gebündelt in griffigem Taschenbuchformat. Es sind, was die Lesezeit angeht, gewissermaßen Minutengeschichten; von einer umfangreicheren Geschichte (›Berechnung‹) abgesehen, umfassen sie 2 bis 6 Seiten. Die meisten Titel weisen gängige Elemente der Kriminalstory hin (z. B. ›Die Tat‹, ›Der Auftrag‹, ›Das Motiv‹). Auch wenn dies als Vorabklärung erscheinen mag, so zeigen die Kurzerzählungen doch schnell, daß der Titel des Bändchens - ›Kopfmorde‹ - auch auf die Arbeit des Lesers, seine Phantasie, seine Kreativität zielt. Man ist versucht, Lücken zu füllen, die Perspektive zu wechseln, eine weitere Variante zu erzählen, eine ähnliche Geschichte zu denken. Indem Bär geläufige Muster zugrunde zu legen scheint, irritiert er den Leser immer wieder durch überraschende Wendungen, so daß man den Text ein weiteres Mal (und anders) liest. »Dann werden wir nochmals beginnen«, heißt es fast am Ende der zentral angeordneten längeren Erzählung ›Berechnung‹, die mit einem geradezu klassisch anmutenden Satz beginnt: »Töten wollte ich dich nicht.« Mehr zu verraten hieße, einen weiteren Kopfmord zu begehen. Klaus Weigel in Passagen 39. Juli / August 96  

Unbehagen kommt bei den ›sonderbaren‹ Kriminalgeschichten von Hubert Bär auf. Alle enden sie mit einem Mord, der eigentlich keiner ist. ›Kopfmorde‹nennt er sie, in Gedanken ausgeführt, aber dennoch real erscheinend. Sie beginnen irgendwo, vielfach ohne ersichtliches Motiv. Bärs Geschichten sind schwer zu durchschauen, enthalten aber klare Strukturen, die ein unausweichliches, vernichtendes Ende vermuten lassen. Detailliert beschreibt er dabei Gefühle und Empfindungen und erweist sich als scharfer Beobachter, selbst durch die verzerrte Perspektive eines Spiegels. Christina Altmann in Mannheimer Morgen vom 21.12. 95  

 Die Unbestimmbarkeit wird zum Beschreibungsmittel. Bärs Figuren verlieren sich im anonymen Stadtleben. In dieses hilflose Taumeln läßt der Autor Wahnideen einbrechen, die nach und nach seine Menschen vollkommen bestimmen. Marion Gottlob in Die Rheinpfalz vom 21.12.95  

Ein lesenswertes Buch von Dr. Bär

Sein jetzt im Lösch-Verlag, Speyer, verlegtes Krimi-Bändchen ›Kopfmorde‹ - nach dem Studentenbewegungs-Roman ›Verbrannte Legenden‹ Bärs zweites Buch - besticht in jederlei Hinsicht durch Professionalität. Ein großes Lob auch den Buchmachern, denn selten gelingt es neuen, kleinen Verlagen, derart perfekte Bücher vorzulegen. Da ist nichts von dem Dilettantismus zu finden, der bei solchen ›Kleinen Reihen‹ für Verdruß zu sorgen pflegt. ›Sonderbare Kriminalgeschichten‹ lautet der Untertitel des mit einem schönen Umschlag ausgestatteten Bandes. »Sonderbar« im positiven Sinne: Bär ist es gelungen, sich von den gängigen Klischees solcher Texte zu lösen, wie sie bei vielen - gerade großen - Verlagen zu finden sind. Der Deutschlehrer hat seinen eigenen Stil gefunden: ungeheuer präzise und sensibel in der Wortwahl, variabel in Struktur und Diktion seiner Stories: mal kurz, mal lang; mal mit, mal ohne Pointe; mal ironisch, mal ernst. Er meidet die vermeintlich flotten Redewendungen, die in den Bestseller-Krimis so üblich sind, und setzt auf akribisches Feilen am Text. Da sitzt jede Metapher; man hat nie das Gefühl, einen guten Lektor zu vermissen. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat: Herausgekommenen ist wirkliche Literatur,  die über den Tag hinaus zu bestehen vermag und dennoch unterhaltsam ist. Worum es in den einzelnen Ge schichten geht, sei nicht verraten. Günter Helfrich in GEW-Zeitung Rheinland-Pfalz 11 / 95

______

Über Verbrannte Legenden

In seinen detaillierten Beschreibungen erweist Bär sich als guter Beobachter, der sich einer bilder(über-)reichen Sprache bedient. Wohlgewählte Formulierungen korrespondieren mit den Satzstrukturen. aho in Die Rheinpfalz, 15.5.98

Schon in der Wahl seines Titels knüpft der Autor Hubert Bär inhaltliche Beziehung zu seinem Roman. Legende - das zu Lesende. Aber auch Deckname für die neue Identität eines V-Mannes. Legende - Solidaritätsbewegungen in den 8oer Jahren?
Im Titelbild die ›Konstantinische Schenkung‹ dargestellt, nach der Konstantin d.Gr. Papst Silvester die Herrschaft über Rom, seine Provinzen und den Vorrang des römischen Bischofs vor allen anderen zuerkennt. Legende? -1440 wurde entdeckt, daß die Urkunde eine Fälschung war! ...  An oft sehr einfühlsamen Formulierungen spürt man Bärs Liebe zum Detail. Es gelingt ihm, Augenblicke so sensitiv einzufangen, daß man sie förmlich fühlen kann. Helga Köbler-Stählin in Passagen 14,4 / 91

Äußerst sensibel setzt sich Hubert Bär hier mit dem Sinn oder Unsinn solidarischer Aktionen auseinander, offenbart sich als scharfer Beobachter des menschlichen Handelns oder belebt die graue Realität mit philosophischen Gedanken-Abschweifungen, teils mit fast lyrischer Beschreibung der Heidelberger Atmosphäre. Christina Altmann in Mannheimer Morgen 9.7.91

Auch wenn es hochtrabend klingen mag: Bär dokumentiert eine Epoche, die spätestens seit Beginn der 90er Jahre begraben scheint. Sein Thema ist die Solidaritätsbewegung mit den unterdrückten Völkern in der südlichen Hemisphäre, die mit der Studentenbewegung begann. Bär beschreibt die letzten Jahre dieser Zeit. ... Der Roman ist keine leicht verdauliche Lektüre. Wer einen simplen Plot, einen klaren Handlungsstrang erwartet, wird enttäuscht. Bärs Liebe gilt dem Detail, der akribischen Beschreibung einzelner Szenen, die sich wie in einem Mosaik zu einem Gesamtbild formen. Dabei gelingt dem Autor eine Fülle trefflicher Formulierungen. Günter Helfrich in Westdeutsche Schulzeitung 6 / 91

Zur Startseite