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Hubert Bär: Es liegt vielleicht an Heidelberg

Kriminalroman

Reihe_Rhein-Neckar-Brücke. Band 5. Hrsg. von Hubert Bär, Rolf Bergmann, Michail Krausnick und Friedhelm Schneidewind. BOD. Norderstedt, 2007. 256 S. 20,- €

ISBN 978-3-8334-6757-8 (Zu bestellen über alle konventionellen und Internet-Buchhandlungen)

Heidelberg 1998. Ein junger Mann, 28 Jahre alt, also ein Kind der 68er-Generation, ausgebildeter Jurist, allerdings mit mäßigen Abschlüssen, bemüht sich erfolglos um eine Anstellung. Die Zeit vertreibt er sich hauptsächlich mit Fernsehen und Computerspielen. Da erreicht ihn eine Nachricht, die seinem Leben eine verhängnisvolle Wende gibt.

Im Gewand eines Regionalkrimis zeichnet der Roman das Bild einer zerrissenen Familie, die sich ihrerseits aus biographisch gebrochenen Personen zusammensetzt. Die Elterngeneration des Protagonisten hat das Scheitern der 68er-Ideale nur schlecht verarbeitet. In den Köpfen der Großelterngeneration nisten ideologische Reste des Dritten Reiches. Durch das Denken der Menschen zieht sich die imaginäre Mauer, die Ost und West noch immer trennt. Der Roman thematisiert die Probleme der Vereinzelung in unserer Gesellschaft ebenso wie die Schwierigkeit, ein kontinuierliches, Identität stiftendes Leben zu führen. Ein literarisch ambitionierter Krimi, der die Mittel des Genres  einsetzt, ohne den Klischees zu erliegen.